Pro Humanitate e.V. ist ein sozial-humanitärer und gemeinnütziger Verein. Er ist 1996 gegründet worden und ist Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und Träger der freien Jugendhilfe.

Er engagiert sich in Friedens- und Menschenrechtsarbeit und leistet humanitäre Nothilfe für die kurdischen Kriegsopfer sowie für die soziale Arbeit der christlichen Kirchen in der Türkei. 2003 wurden die Christen in Irak bei Mosul, Karakosh und Alakosh mit Grundnahrungsmitteln und Medikamente unterstützt. Seit 2014 wird den Flüchtlingen, Opfer des IS-Terrors, aus Kobanê/Rojava/Nordsyrien und jesidischen Flüchtlinge aus Sindschar/Irak geholfen. Die Zahl der mittlerweile unterstützten Familien ist auf weit über 60.000 Familien angestiegen. Diese Arbeit dient zugleich der Bekämpfung der Fluchtursachen.

Jugendarbeit und Hausaufgabenhilfe

Mit Sozial- und Jugendarbeit versuchen wir seit 1998 verstärkt, das tägliche Leben sozialschwacher deutscher Familien, MigrantInnen und Flüchtlingen in Köln zu erleichtern und durch vielfältige Projekte in der Migrationsarbeit ein friedliches Zusammenleben zu gestalten.

Die kontinuierliche Jugendarbeit hilft vielen Kindern und Jugendlichen aus sozialschwachen Familien bei der Integration und Eingliederung in Schule und Berufsleben. In drei Stadtteilen (Vingst, Porz und Höhenberg) versucht Pro Humanitate e.V. Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen näher zu bringen, einen Austausch untereinander zu ermöglichen sowie zum friedlichen Zusammenleben beizutragen. Durch Sport, Turniere, Hausaufgabenhilfe und offene Freizeitgestaltung sowie Studienreisen wird verhindert, dass sie auf der Straße landen. Sie werden in vieler Hinsicht unterstützt, um eine Zukunftsperspektive zu entwickeln. Um das Ganze zu bündeln, werden auch die Eltern in diesen Prozess einbezogen. In Vingst und Porz haben wir inzwischen fünfzehn Jugendgruppen. Während einige Tänze lernen und musizieren oder sich für die Schule fit machen, spielen andere Fußball oder Kicker.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

zwischen Oktober 2015 und Juli 2017 bertreute Pro Humanitate e.V. zehn unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ganztätig. Diese 10 jungen Flüchtlinge stammen aus Syrien, Irak, Iran, Afghanistan, Indien und Albanien.

Durch diese Arbeit haben wir viel gelernt, unseren Horizont erweitert und unsere Erfahrungen vielseitig bereichert. Wir können nicht behaupten, dass wir alles hundertprozentig richtig machen. Wir geben aber unser Bestes, damit die Jugendlichen sich wohlfühlen, eine schulische und berufliche Perspektive entwickeln und sich in die hiesige Gesellschaft integrieren.

Diese Jugendlichen hat das „Schicksal“ aus tausenden von Kilometern Entfernung zusammengeführt und sie wachsen immer mehr zusammen, lernen eifrig und sind inzwischen eine harmonische Gruppe geworden. Sie sprechen mittleiweile gut Deutsch und besuchen Regel- bzw. -berufsschulen.

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit: Fit für die Schule und den Alltag

Durch die Hausaufgabenhilfe werden Kinder und Jugendliche für die Schule fit gemacht. Wir bieten jungen Menschen Räume zur selbstbestimmten Freizeitgestaltung. Mit den grundlegenden Prinzipien; Offenheit, Freiwilligkeit, Partizipation, Geschlechtergerechtigkeit sowie Lebenswelt und Sozialraumorientierung lernen sie den Umgang mit der hiesigen Gesellschaft. Außerdem führen wir Studienreisen ins In- und Ausland durch und ermöglichen einen Austausch der Gleichaltrigen.

Durch unsere konsequente und qualifizierte Arbeit haben wir es z.B. geschafft, dass viele der Schülerinnen und Schüler der Hausaufgabengruppen Gymnasien oder Realschule absolviert haben. Einige haben durch gezielte Bewerbungstrainings Ausbildungsplätze gefunden. Viele junge Flüchtlinge haben binnen eines Jahres die deutsche Sprache erlernt, sind in das Schulsystem und in die deutsche Gesellschaft erfolgreich integriert. Gerade für junge Geflüchtete, die vielen formalen Zwängen ausgesetzt sind (Enge der Unterkunft, Sprache, ungewisse Zukunft usw.) sind die offenen, ungezwungenen Angebote eine wichtige Abwechslung und dienen damit der Bewältigung der Alltagsprobleme.

Diese Angebote werden über Projektgelder und Spenden finanziert. Wir arbeiten u.a. mit BAMF, Jugendamt der Stadt Köln, GAG, Stiftungen und kirchlichen Einrichtungen sowie vielen sozial engagierten NGOs zusammen.

Hilfe zur Selbsthilfe, Wertschätzung, Partizipation, Vielfalt, Einfühlsamkeit und Empathie zählen zu unseren Arbeitsnormen.

Auch Sie können unsere vielfältige Arbeit mit einer kleinen Spende unterstützen. Spenden sind steuerlich abzugsfähig.
Im Voraus vielen herzlichen Dank!

 

Unser Spendenkonto:
Pro Humanitate e.V.
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