Gespartes für Gutes

Erstmals hat die GAG Immobilien AG im vergangenen Jahr digitale Weihnachtsgrüße versendet. Im Vergleich zum herkömmlichen Postweg wurden dabei 1.500 Euro eingespart – Geld, das Kölns größte Vermieterin jetzt für einen guten Zweck weitergegeben hat. Der Vorstandsvorsitzende Uwe Eichner überreichte die Spende an Bruder Jürgen Neitzert und Memo Sahin von Pro Humanitate. „Der Verein ist ein langjähriger Kooperationspartner, mit dem wir beste Erfahrungen gemacht haben“, begründet Eichner die Wahl. Das neueste Projekt, für das auch die Spende bestimmt ist, kommt Flüchtlingen zugute, die auf der Suche nach Schutz und Sicherheit nach Köln gekommen sind.

Seit Mitte November 2015 leben zehn minderjährige und unbegleitete Flüchtlinge in zwei GAG-Wohnungen in der Höhenberger Germaniasiedlung. Pro Humanitate betreut die 14 bis 17 Jahre alten Jugendlichen rund um die Uhr. „Wir kümmern uns ums Essen, organisieren Sprachkurse und Sportangebote und vermitteln Kontakte zur Nachbarschaft“, erzählt Bruder Jürgen. Damit hat er schon viel erreicht und den Jugendlichen ein Stück Heimatgefühl vermittelt.

In Porz-Zündorf, wo der Verein schon seit rund fünf Jahren Hausaufgabenhilfe anbietet, baut Pro Humanitate ab 2016 ein Betreuungs- und Begleitungszentrum für Flüchtlinge auf. In einem leerstehenden Ladenlokal, das von der GAG zur Verfügung gestellt wird, organisiert Pro Humanitate ein breit gefächertes Angebot für Flüchtlinge aus umliegenden Unterkünften. „Vorgesehen sind Deutschunterricht, eine Mutter-Kind-Gruppe, eine Jugendgruppe oder die Begleitung und sprachliche Unterstützung der Flüchtlinge bei Behördengängen. Und natürlich bemühen wir aus auch um gute Kontakte zur Nachbarschaft“, erläutert Memo Sahin. „Ein Betreuungszentrum für Flüchtlinge ist hochaktuell und notwendig. Das unterstützen wir gerne“, begrüßt Uwe Eichner das Vereinsengagement. Derzeit wird das Ladenlokal für die neue Nutzung vorbereitet. Voraussichtlich im Mai kann Pro Humanitate dort seine Arbeit starten.

Memo Sahin, Rebecca Schon, Uwe Eichner und Jürgen Neitzert

Memo Sahin, Rebecca Schon, Uwe Eichner und Jürgen Neitzert

Bruder Jürgen macht bereits seit 21 Jahren Jugendarbeit im GAG-Veedel Vingst, die Franziskaner sind dort bereits seit mehr als 40 Jahren aktiv. Der Vingster Jugendtreff, ein Container hinter dem Bürgerzentrum an der Würzburger Straße, ist Anlaufstelle für Jugendliche mit Migrationshintergrund aus dem Stadtteil und Umgebung. Im Spätsommer 2009 wurden mit tatkräftiger Hilfe der GAG Immobilien AG die maroden alten Container gegen drei aufgearbeitete Überseecontainer ausgetauscht. Zu den regelmäßigen Angeboten zählen die schulische und berufliche Qualifizierung durch Nachhilfe und Bewerbungstraining, sportliche Aktivitäten, hauptsächlich Fußball, Fahrten ins In- und Ausland sowie die Vermittlung demokratischer Prinzipien durch Plan- und Rollenspiele. In einer Mädchengruppe werden Mädchen unterschiedlicher Herkunft und aus sozial schwachen Familien gefördert und bei schulischen Problemen unterstützt.